Piratepartei Lëtzebuerg: géint den Datenausverkaaf bei Quelle
Die "Piratepartei Lëtzebuerg" missbilligt das Verhalten des Insolvenzverwalters bei Quelle, der die über 8 Millionen Kundendaten, unter denen sich auch Datensätze von luxemburgischen Kunden befinden, an Dritte weiterverkaufen will. Unter den gespeicherten Daten befinden sich neben Namen, Anschrift und Geburtsjahr auch Kontodaten und Angaben zur Zahlungsmoral.
Jerry Weyer, Vize-Präsident der Piratenpartei meint hierzu: "Das Ende von Quelle darf nicht zu einem Datenschlussverkauf führen, besonders da der Weiterverkauf von Kundendaten im Konkursfall eine juristische Grauzone ist. Die Anhäufung von Datenmissbrauchskandalen in den letzten Wochen(*) ist nicht zuletzt dem rücksichtslosen Gebrauch von Millionen von Datensätzen zu zu schreiben. Es gibt viele Luxemburger die Kunden bei Quelle waren, und die müssen entscheiden können, was mit ihren Daten passiert."
Um Quelle Kunden vor dem Missbrauch ihrer Daten zu schützen stellt die Verbraucherzentrale Deutschland einen Musterbrief(**) zur Verfügung, in dem die Betroffenen die Löschung ihrer Kundendaten beantragen, um so ihrer Weitergabe entgegen wirken zu können. Die Piraten raten den Kunden von Quelle unbedingt dazu von ihren Rechten Gebrauch zu machen und ihre Daten löschen zu lassen, weil die Kundenbeziehung zu Quelle in den nächsten Wochen und Tagen eingestellt wird.
(*) http://wiki.piratepartei.lu/wiki/Datenmissbrauch_Beispiele
(**) http://www.vzbv.de/mediapics/musterbrief_datenloeschung_quelle_2009.pdf
